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Kommentar
„Trotz einer Fülle von Detail- maßnahmen gelangen die Anpassungen und die Umstellung der innerbetrieblichen Logistik innerhalb von sechs Monaten ohne Störungen des normalen Ablaufs, ohne Beeinträchtigung der Produktion und ohne Bestands- erhöhung."
Sönke Kühl
SCM-Director Europe, Checkpoint Systems GmbH
Presseinformation
Ohne Beeinträchtigung der Produktion und ohne Bestandserhöhung
30. 07. 2004 Individualisierte Software steuert neue Logistik bei Checkpoint Systems GmbH. Die Walldorfer mind solutions GmbH konnte bei Checkpoint Systems in Heppenheim auch komplizierte Situationsbilder erfassen.
Die Anpassung logistischer Prozesse an die Unternehmensentwicklung lässt sich erst dann effizient nutzen, wenn die IT architektonisch alle Datenströme entsprechend den neuen Erfordernissen reibungslos steuert und die involvierten Systeme miteinander kommunizieren. Mit einer individualisierten Softwarelösung im SAP-Umfeld konnte die Walldorfer mind solutions GmbH bei Checkpoint Systems in Heppenheim auch komplizierte Situationsbilder erfassen. Die Implementierung erfolgte ohne Beeinträchtigung des normalen Betriebsablaufs.
Checkpoint Systems GmbH gehört mit der amerikanischen Muttergesellschaft zu den weltweit führenden Anbietern von Artikelsicherungs-, Auszeichnungs- und Identifikationssystemen. Bereits vor über 30 Jahren hat das Unternehmen mit Forschungen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Radio Frequenz Technologie (RF), dem Vorläufer der heutigen RFID-Systemen (Radiofrequenz Identifikation) begonnen. Inzwischen ist es zu einem perfekten System zur Übermittlung von Informationen in der gesamten Supply Chain geworden. Herzstück ist das „Smart Label“. Ein hauchdünnes Etikett mit Chip und Antenne, das auf fast jedem Produkt angebracht werden kann. Alle individuell zusammengestellte Produktinformationen und Kenndaten können mit einer speziellen Software über den Barcodedrucker auf das Etikett mit Chip als mobile Datenbank aufgebracht und jederzeit modifiziert werden. Die Übertragung der Daten erfolgt über die Antenne per Radiofrequenz.
Die überdurchschnittliche Geschäftsentwicklung und die zunehmende Bedienung anderer europäischer Märkte hat bei Checkpoint Systems in Heppenheim zu einem geographisch verzweigten Netz von Betriebsstätten mit zunehmender Verästelung der innerbetrieblichen Warenströme geführt. Der Produktionsbetrieb in Hirschhorn sowie die verschiedenen Warehouses und das Versandzentrum wurden über zwei Warehouse Management Systeme (WMS) gesteuert. Teilaufgaben der Logistik wurden durch einen Logistikdienstleister erledigt. Sönke Kühl, SCM Director Europe: „Die dynamische Nachfrageentwicklung auf den Märkten erfordert eine schnelle und konsequente Kundenbelieferung. Deshalb mussten wir unsere logistischen Strukturen straffen, Warenein- und -ausgänge konzentrieren und die Steuerungs-Modalitäten unserer IT entsprechend anpassen.“
Die gesamte Auslieferung erfolgt jetzt aus dem neuen European Distribution Center (EDC) in Simmern, in das die Fertigprodukte aus dem Werk Hirschhorn und die Kaufteile externer Lieferanten für partielle Komplettierungen einfließen. Für die Distribution ist als neuer Logistikdienstleister DHL verantwortlich. „Wir haben uns für DHL entschieden, weil das Leistungsspektrum dieses Logistikers bezüglich Tiefe, Zuverlässigkeit und Internationalität unserem Anforderungsprofil am besten entspricht, erläutert Sönke Kühl den Logistikdienstleister-Wechsel. Mit der Anpassung der IT-Struktur wurde mind solutions GmbH aus Walldorf verpflichtet, die sich auf den Einsatz von SAP R/3 für die Logistiksteuerung spezialisiert hat und Checkpoint Systems schon seit über vier Jahren betreut.
„Durch den Wegfall eines WMS (Warehouse Management System) mussten wir die extrem hohe Datenmenge so steuern, dass eine einwandfreie Kommunikation zwischen dem nunmehr singulären dezentralen WMS mit dem zentralen ERP-System gewährleistet ist“, erläutert Michael Kraft, Geschäftsführer von mind solutions, die Anpassungsanforderungen. Dabei musste sichergestellt werden, dass alle Stammdatenveränderungen schnell eingebracht werden können. Für die Grundkonzeption wurde die vorhandene SAP-Standard-Schnittstelle entsprechend erweitert. Aus dem SAP-Modul Logistics Execution System (LES) verwendeten die IT-Experten verschiedene Teile, so dass eine maßgeschneiderte Softwarelösung im SAP-Umfeld entstand.
Trotz einer Fülle von Detailmaßnahmen gelangen die Anpassungen und die Umstellung der innerbetrieblichen Logistik innerhalb von sechs Monaten ohne Störungen des normalen Ablaufs, ohne Beeinträchtigung der Produktion und ohne Bestandserhöhung. So musste beispielsweise die Wareneingangs-Abwicklung vollständig auf Anlieferung umgestellt werden, wobei gleichzeitig der Geodatenaustausch (wiegen und abmessen der eingehenden Waren) integriert wurde. Im Rahmen der notwendigen Umstellung der Produktionseingänge war ein Volumen von mehreren Tausend Eingängen zu berücksichtigen. Die Optimierung der Prozesse machte neben der Abbildung aller Dokumente zudem auch eine Implementierung neuer Dokumente erforderlich.
„Mit der Anpassung der Prozesse ist es gelungen, die Abläufe einfacher und eindeutiger zu gestalten. Wir konnten im erheblichen Umfang Fehlerquellen eliminieren und gleichzeitig insgesamt mehr Transparenz schaffen“, resümiert der Direktor für das Supply Chain Management bei Checkpoint Systems, Sönke Kühl, die erfolgreiche Modifizierung der IT-Landschaft an die neuen Unternehmensanforderungen. Willkommene Nebeneffekte bieten die nun vorhandenen Möglichkeiten, Effizienzprüfungen bei extern eingebrachten Dienstleistungen durchzuführen. Kühl: „Mit der höheren Datenqualität hat sich die Messbarkeit von Logistiker-Leistungen erheblich verbessert“.
Über mind solutions:
mind solutions ist erfahren in der Analyse sowie in der organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Optimierung interner als auch externer Geschäftsprozesse. mind solutions betreut führende Produktions- und Handelsunternehmen und ist seit vielen Jahren spezialisiert auf die Implementierung von SAP-Logistik- und Finanzlösungen.
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